Mining

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Seit 2018 wird an einer OPC UA Companion Specification für den Bereich Mining gearbeitet.

Bergbau mit den verschiedenen Abbaumethoden und zugehörigen Aufbereitungen ist gekennzeichnet durch sehr heterogene Prozesse und den Einsatz von unterschiedlichsten Maschinengruppen. Durch die unterschiedlichen Anwendungsfälle und Umgebungsbedingungen ergeben sich je nach eingesetzten Maschinen unterschiedliche Vernetzungsarten, die sich auch im notwendigen Datenaustausch zur Prozessautomatisierung und Überwachung widerspiegeln.

Ziel ist es, diese horizontale und vertikale Vernetzung mit OPC UA abzubilden. Die Einbindung bestehender Standards ist der Wunsch, der durch die Kooperation mit „International Rock Excavation Data Exchange Standard“ IREDES gelebt wird. Die RWTH Aachen unterstützt die Arbeit in der Entwicklung der Spezifikationen aktiv.

OPC UA Mining

Die Digitalisierung im Bergbau erfordert eine gemeinsame Sprache für den Datenaustausch zwischen Bergbaumaschinen und übergeordneten Systemen entlang der Prozesskette.

Bergbaumaschinen und Ausrüstungen werden in sehr unterschiedlichen Anwendungen und Umgebungen eingesetzt. Zudem strebt der Bergbau eine stetige Steigerung des Automatisierungsgrades an mit den Zielen, einerseits Sicherheit und Effizienz kontinuierlich zu erhöhen und andererseits negative Umweltauswirkungen zu mindern. Um diesen Trend zu unterstützen und die Ausschöpfung von vorhandenen Automatisierungspotentialen zu fördern, entwickelt der Arbeitskreis die anwendungsorientierte Companion Specification Mining.

Die Digitalisierung im Bergbau erfordert eine gemeinsame Sprache für den Datenaustausch zwischen Bergbaumaschinen und übergeordneten Systemen entlang der Prozesskette.

Anfang 2018 wurde im Rahmen eines Workshops die Frage geklärt, ob OPC UA geeignet ist für die Anforderungen aus dem Bereich Mining, der sich deutlich vom Produktionsumfeld in der industriellen Fertigung unterscheidet. Die Gewinnung von Primärrohstoffen unter teilweise extremen Bedingungen benötigt zuverlässige und robuste Systeme. Mit dem Entschluss, dass OPC UA gerade durch die Heterogenität der Maschinen und der Bergbau-zuliefernden Firmen eine besondere Rolle in der Rohstoffgewinnung und Aufbereitung der Zukunft spielen kann, begann die Erarbeitung einer anwendungsorientierten Companion Specification Mining.

Der Arbeitskreis hat sich in einzelne Anwendungsgruppen aufgeteilt, eine Landkarte erstellt, um die Zuordnung zu den Anwendungsfällen herauszustellen und dort einzelne Use Cases mit konkreten zu automatisierenden Maschineninteraktionen erarbeitet. Die Einbindung bestehender Standards, wie zum Beispiel „International Rock Excavation Data Exchange Standard“ (IREDES) wurde durch eine Kooperation sichergestellt.

Zur Erstellung der Companion Specification Mining werden Arbeiten an den Use Cases durchgeführt. In den ersten Sitzungen haben sich bisher vier Anwendungsgruppen gebildet:

  • Longwall Mining
  • Mine Operation
  • Conveying
  • Mobile Machineries

Im Arbeitskreis sind neue Mitglieder und Gruppen herzlich willkommen. Teilnehmer erhalten früh Einblick in die Arbeiten und können aktiv – mit  der Unterstützung durch den VDMA, die OPC Foundation und die RWTH Aachen – an der Entwicklung fortscheitender Automatisierung auf Basis von OPC UA teil haben.

Der Arbeitskreis hat es sich zum Ziel gesetzt, bis Anfang 2021 eine erste Companion Specification fertigzustellen. Auf der BAUMA 2022 sollen die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.