Antriebstechnik

SIEMENS AG

VDMA AK Industrie 4.0 / OPC UA Drive Technology

In diesem Arbeitskreis beschäftigen sich Hersteller der Antriebstechnik gemeinsam an einer zentralen Herausforderung von Industrie 4.0, der standardisierten Möglichkeit zum Daten- und Informationsaustausch zwischen Komponenten, Maschinen sowie Diensten. Hierfür hat sich der VDMA AK Industrie 4.0 / OPC UA Drive Technology in einer internationalen Joint Working Group mit der OPC Foundation zusammengeschlossen. Im Fokus steht die objektorientierte Modellierung des elektrischen Antriebstrangs inklusive Übertragungselementen. Als Grundlage dient hierzu der IEC-Standard Open Platform Communications Unified Architecture, kurz OPC UA. Informationen zu Komponenten sowie deren Fähigkeiten werden in OPC UA Informationsmodellen (Companion Specifications) einheitlich beschrieben, um eine interoperable Industrie 4.0-Kommunikation zu ermöglichen. Bestehende OPC UA Spezifikationen sowie Standards werden berücksichtigt und die Ergebnisse der Tätigkeiten werden aktiv mit branchenspezifischen OPC UA Gremien ausgetauscht und konsolidiert.

Systemgrenze des Arbeitskreises:

Die Arbeitsgruppe entwickelt OPC UA Companion Specifications für das „Powertrain System“. Dieses beinhaltet Antriebskomponenten wie Motorstarter, Frequenzumrichter-Modul, Motor sowie Übertragungselemente (Getriebe etc.). Siehe hier Bild 1.

 

Umfang der OPC UA Companion Specifications

Die OPC UA Drive Technology Companion Specification wird in mehrere Teile von Teil 1 bis Teil n aufgeteilt.

Teil 1 enthält eine grundlegende Beschreibung des Powertrain Systems und der Hauptumfang ist die Bereitstellung wesentlicher technischer Daten für Asset-Management-Anwendungen und Diagnosezwecke. Die folgenden Teile erweitern die grundlegende Beschreibung und decken weitere Anwendungsfälle ab, z.B. zur Konfiguration eines Powetrain Systems und zur Ermöglichung von Condition Monitoring-Anwendungen.

 

Struktur des Arbeitskreises (Bild 2):

Der Arbeitskreis Industrie 4.0 / OPC UA Drive Technology ist eine Joint Working Group mit der OPC Foundation. Unternehmen, die Mitglied im VDMA oder in der OPC Foundation sind, können im Arbeitskreis mitwirken.

Der Arbeitskreis ist strukturell in eine Core Working Group und eine Total Working Group gegliedert um einen effizienten Arbeitsfortschritt zu gewährleisten.

Core Working Group:
Innerhalb dieser Gruppe arbeiten die Teilnehmer aktiv an der Erstellung der OPC UA Companion Specification. Hierzu finden in regelmäßigen Abständen oder zu bestimmten Themen Webmeetings und Arbeitskreissitzungen statt.

Total Working Group:
Diese Gruppe schließt sowohl die Mitglieder der Total Working Group ein als auch Unternehmen, die passives Mitglied des Arbeitskreises sind und zum aktuellen Sachstand informiert sein möchten. Hierzu werden die Mitglieder dieser Arbeitsgruppe in Status-Meetings zu den aktuellen Tätigkeiten informiert.

Obleute:
Für die strategische Ausrichtung des Arbeitskreises und dessen Aktivitäten wurden durch die Mitglieder zwei Obleute gewählt. Diese Obleute sind sowohl die Interessenvertreter des Arbeitskreises zu externen Schnittstellen als auch zentrale Ansprechpartner im VDMA.

Obmann:
Dr. Oliver Barth, Wittenstein cyber motor

Vize-Obmann:
Gregor Dietz, SEW-EURODRIVE

Mitglieder des Arbeitskreises:

ABB Automation Products GmbH
AMK Arnold Müller GmbH & Co. KG
Baumüller Nürnberg GmbH
Bosch Rexroth AG
Danfoss GmbH
Festo AG & Co. KG
Getriebebau NORD GmbH & Co. KG
KEB Automation KG
KIMO Industrial Electronics GmbH
Lenze SE
Mitsubishi Electric Europe B.V.
Rockwell Automation
Schneider Electric GmbH
SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG
SIEMENS AG
WITTENSTEIN cyber motor GmbH

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